Wir bauen auf eine OEKOnomie des Vertrauens

Welchen Herausforderungen müssen wir uns stellen? Klimawandel, Finanzmarktkrise, andauernd hohe Erwerbsarbeitslosigkeit, zunehmende soziale Spaltung und steigende Armut erfordern einen grundsätzlichen Paradigmenwechsel im Denken und Handeln. Das Credo über ein fortdauerndes Wachstum, die Plünderung unseres Planeten und der Natur, die Liberalisierung der Märkte und Deregulierung der Arbeit finden immer weniger Zustimmung bei den Menschen. Wie aber lassen sich diese vielfältigen und multiplen Krisen überwinden?

Wir müssen das Gesamtsystem und die Wechselwirkungen in den Blick nehmen! Der Einsatz für strukturelle Maßnahmen und die einschneidende Veränderung unserer Lebensweise sind zwei Seiten einer Medaille. Nachhaltig zu leben und zu arbeiten wird so zur sozialen Frage des 21. Jahrhunderts.

2017-02-21_armutskonferenz_wilkinson_vertrauenAls Suchende sind wir aufgerufen, gemeinsam eine bessere Welt für alle, auch für kommende Generationen und für die natürliche Umwelt zu schaffen. Mit Philanthropie allein wird allerdings noch kein Sozialstaat begründet! Gewiss: vieles ist machbar im eigenen Land, insbesondere hinsichtlich der Reduktion von Ungleichheit. Doch angesichts der Herausforderungen umfassender Transformationen braucht es – in mehrfacher Hinsicht – grenzüberschreitende Schulterschlüsse und internationale Zusammenarbeit. Wie damals zwischen Helmut Kohl und Michail Gorbatschow: „Wenn ich das Vertrauen in Kohl nicht gehabt hätte, wäre manches anders gelaufen.“.

Beginnen wir erst mal dort, wo wir handeln können: zB durch Initiieren von regionalen Kulturpreisen, die über die Würdigung von Engagierten hinaus führen bis hin zu nationalen ZivilFAIRsammlunen. In diesem Sinne sind grundsätzlich ALLE eingeladen, an der Stärkung einer OEKOnomie des Vertrauens mitzuwirken und politisch mitzutragen, weil der mediale Druck für sozial engagierte Menschen in der Politik unerträglich geworden ist (vgl. Rita Trattnigg am Ende ihres Interviews). In Deutschland lädt hierzu das Forum der Generationenzukunft ein und im regionalen oder unternehmensspezifischen Bereich bemühen sich Thomas Haderlapp und Rita Trattnigg (Institut für kulturellen Wandel) um die politische Mitgestaltung bei der Lösung konkreter Aufgabenstellungen mittels Etablierung und Begleitung eines BürgerInnen-Rates.

KONSENT-KULTURpreis_ZivilFAIRsammlungen


Weiterlesen und -hören

Der US-amerikanische Neuroökonom Paul Zak meint in The Neuroscience of Trust: „So it’s clear that creating an employee-centric culture can be good for business.“

Uwe Lübbermann: „Die Kunst sei es, ein Kollektiv aus unterschiedlichen Leuten so zu moderieren, dass am Ende ein tragfähiges Ergebnis herauskommt.“

Rita Trattnigg: „Wenn wir uns organisieren, dann können wir mehr bewegen“ und „Ich würde die Erwachsenen darin bestärken, die Kinder in dem ernst zu nehmen, wozu sie schon fähig sind, auch in diesem jungen Alter“ oder „Die Kinder sind eigentlich die wahren Utopisten“ …

… siehe dazu auch Pierre Bourdieu in: Die Regeln der Kunst

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